Technische Daten der Mengele Feldhäcksler

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Geschichte der Mengele Feldhäcksler

Die Geschichte der selbstfahrenden Feldhäcksler von Mengele begann in den 1970er-Jahren, obwohl sich der deutsche Hersteller bereits deutlich früher mit Maschinen für die Futterernte beschäftigte. Ende der 1960er-Jahre umfasste das Programm bereits traktormontierte Maishäcksler sowie gezogene Feldhäcksler. Die zunehmende Bedeutung des Silomaisanbaus veranlasste das Unternehmen schließlich dazu, eigene selbstfahrende Maschinen zu entwickeln.

Mitte der 1970er-Jahre erschienen die ersten selbstfahrenden Modelle SF 300 und SF 400. Sie nutzten Komponenten früherer, traktorbetriebener Feldhäcksler und wurden von luftgekühlten Deutz-Sechszylindermotoren mit rund 170 bis 185 PS angetrieben. Damit begann eine Maschinenfamilie, die sich in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Produktbereiche von Mengele entwickelte.

Ende der 1970er-Jahre kamen die deutlich weiterentwickelten Modelle SF 3000 und SF 4000 auf den Markt. Sie verfügten über ein Trommelhäckselwerk und ein charakteristisches Fahrwerkskonzept mit großen Antriebsrädern an der Hinterachse. Der SF 3000 wurde von einem luftgekühlten Deutz-V8-Motor mit mehr als 200 PS angetrieben, während der größere SF 4000 einen Deutz-Zehnzylindermotor mit rund 270 PS erhielt. Diese Konstruktionen bildeten zeitweise auch die Grundlage für Feldhäcksler, die unter der Marke Deutz-Fahr angeboten wurden.

In den folgenden Jahren wurde die SF-Baureihe kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehörten unter anderem die Modelle SF 5000, 5200, 5500, 5600, 6000, 6500, 6600 und 7000. Ein besonders großer Entwicklungsschritt erfolgte 1989, als Mengele eine neue Generation mit klassischerem Maschinenlayout einführte: Die Antriebsräder befanden sich nun an der Vorderachse, während der Motor quer im Heck der Maschine angeordnet war.

Die kleineren Modelle dieser Generation, darunter SF 5200 und SF 5600, waren mit Volvo-Sechszylindermotoren mit rund 225 beziehungsweise 250 PS ausgestattet. Die größeren Maschinen erhielten leistungsstarke Mercedes-Benz-V8-Motoren. Der SF 6000 leistete rund 330 PS, der SF 6600 etwa 354 PS und das Spitzenmodell SF 7000 rund 435 PS. Damit verfügte Mengele Anfang der 1990er-Jahre über eines der umfangreichsten Programme selbstfahrender Feldhäcksler auf dem europäischen Markt.

Trotz der technisch interessanten Konstruktionen geriet das Unternehmen jedoch in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1991 von der Bidell-Gruppe übernommen. Der neue Eigentümer entschied sich, die Entwicklung der Feldhäcksler fortzuführen. Das Ergebnis war die 1994 vorgestellte Mammut-Baureihe. Die Maschinen erhielten ein moderneres, stärker abgerundetes Design und gehörten zu den markantesten Feldhäckslern der 1990er-Jahre.

Zur Baureihe gehörten unter anderem die Modelle Mammut 5800, 6300, 6800, 7300 und 7800. Die kleineren Ausführungen waren mit Volvo-Motoren ausgestattet, während bei den leistungsstärkeren Modellen Mercedes-Benz-Aggregate zum Einsatz kamen. Der weit verbreitete Mammut 6800 leistete rund 354 PS, während der größte Mammut 7800 etwa 480 PS erreichte und sogar mit achtreihigen Maisvorsätzen eingesetzt werden konnte.

Die Mammut-Feldhäcksler wurden für kurze Zeit auch unter der Marke Massey Ferguson als Baureihe 5100 angeboten. Auf diese Weise versuchte Mengele, den Absatz seiner Maschinen zu steigern und über das deutlich größere Händlernetz von Massey Ferguson zusätzliche Kunden zu erreichen.

Das letzte große Projekt war ein gemeinsam mit den Fortschritt-Werken in Neustadt entwickelter Großfeldhäcksler, der später unter der Bezeichnung Mammut 8790 bekannt wurde. Bereits 1996 waren erste Vorserienmaschinen in der blauen Mengele-Lackierung im Einsatz. Die Konstruktion erhielt einen V8-Motor mit mehr als 540 PS und gehörte damit seinerzeit zu den leistungsstärksten selbstfahrenden Feldhäckslern der Welt.

Ende der 1990er-Jahre geriet die Bidell-Gruppe jedoch in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Der Feldhäckslerbereich sowie das Werk in Neustadt wurden von der Case Corporation übernommen. Die Mammut-Konstruktionen kamen anschließend in der roten Lackierung von Case IH auf den Markt und bildeten die Grundlage für die Feldhäcksler Case IH Mammut 6900, 7400, 7800 und 8790.

Nach der Fusion von Case und New Holland im Jahr 1999 entschied der neu entstandene CNH-Konzern, die Weiterentwicklung der von Mengele stammenden Konstruktionen einzustellen und die Feldhäckslerproduktion auf die Maschinen von New Holland zu konzentrieren. Damit endete die Geschichte der selbstfahrenden Feldhäcksler von Mengele. Die Marke selbst bestand noch mehrere Jahre mit Anhängern, Miststreuern und Ladewagen weiter, doch die charakteristischen Mammut-Modelle blieben die letzte Feldhäckslergeneration, die den Namen des deutschen Herstellers trug.