Technische Daten der Krone Feldhäcksler

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Geschichte der Krone Feldhäcksler

Die Geschichte der selbstfahrenden Feldhäcksler von Krone ist vergleichsweise kurz, verlief jedoch äußerst dynamisch. Das deutsche Unternehmen war über viele Jahre vor allem auf Futtererntemaschinen, Pressen und Ladewagen spezialisiert. 1994 stellte Krone die Produktion von Bodenbearbeitungsmaschinen ein und konzentrierte sich fortan auf die Futtererntetechnik. Die unter anderem mit dem selbstfahrenden Mäher BiG M gesammelten Erfahrungen bildeten eine wichtige Grundlage für die Entwicklung eines eigenen Feldhäckslers.

Der entscheidende Durchbruch erfolgte am 20. Mai 2000, als Krone offiziell den ersten Prototyp des selbstfahrenden Feldhäckslers BiG X vorstellte. Die Maschine wurde im Werk Spelle entwickelt und zunächst als Modell mit 540 PS präsentiert. Bereits der erste BiG X erreichte auf der Straße eine Geschwindigkeit von 40 km/h und zeichnete sich für die damalige Zeit durch ein ausgesprochen modernes Maschinenkonzept aus.

2003 umfasste das Programm bereits zwei Serienmodelle: den BiG X V8 mit 605 PS sowie den BiG X V12 mit beeindruckenden 780 PS. Krone konzentrierte sich damit von Beginn an auf das Segment großer und besonders leistungsfähiger Feldhäcksler. Parallel dazu entwickelte das Unternehmen auch die reihenunabhängigen Maisvorsätze EasyCollect sowie die EasyFlow-Pick-ups weiter.

Bereits 2005 präsentierte Krone mit dem BiG X 1000 einen äußerst ambitionierten Prototyp. Die Maschine arbeitete mit zwei synchronisierten Sechszylindermotoren und erreichte eine Leistung von rund 1.000 PS. Sie konnte sogar mit einem 14-reihigen Maisvorsatz mit einer Arbeitsbreite von 10,5 Metern eingesetzt werden. Im gleichen Zeitraum kam das AutoScan-System hinzu, das die Häcksellänge automatisch an den Reifegrad des Maisbestands anpasste.

Die folgenden Generationen führten das Konzept extrem hoher Durchsatzleistung konsequent weiter. 2009 wurde beim BiG X 650 das VariStream-System eingeführt, bei dem der Trommelboden unter der Häckseltrommel und der Boden unter dem Wurfbeschleuniger federnd ausgeführt sind. Dadurch ließ sich auch bei kurzzeitigen Überlastungen ein gleichmäßiger Gutfluss aufrechterhalten. VariStream entwickelte sich zu einer der charakteristischen Technologien der Krone-Feldhäcksler.

2010 folgte die nächste Generation mit den Modellen BiG X 700, 850 und 1100. Krone verabschiedete sich dabei vom Konzept mit zwei Motoren und setzte stattdessen auf große V12-Aggregate. Der leistungsstärkste BiG X 1100 gehörte damals zu den stärksten serienmäßig produzierten selbstfahrenden Feldhäckslern weltweit und festigte den Ruf von Krone als Hersteller besonders leistungsfähiger Maschinen.

2013 erweiterte das Unternehmen sein Angebot auch in niedrigere Leistungsklassen und stellte die Modelle BiG X 480 und 580 vor. Die neue, schmalere Baureihe erhielt eine 630 mm breite Häckseltrommel anstelle der bei den größeren Maschinen eingesetzten 800-mm-Trommel. In den folgenden Jahren kamen die Modelle BiG X 530 und 630 hinzu. Damit konnte Krone nicht nur im Segment der größten Feldhäcksler, sondern auch in der Leistungsklasse von etwa 500 bis 600 PS konkurrieren.

Eine weitere große Modellgeneration erschien 2017. Die Modelle BiG X 680, 780 und 880 erhielten unter anderem eine Einzelradaufhängung an der Hinterachse sowie die charakteristische LiftCab. Der Fahrer kann die gesamte Kabine hydraulisch um etwa 70 cm anheben und erhält dadurch insbesondere bei der Ernte von hohem Mais eine deutlich bessere Sicht auf das Erntegut und den Arbeitsbereich.

2018 wurde das neue Spitzenmodell BiG X 1180 vorgestellt. Die Maschine erhielt einen 24,24-Liter-V12-Motor von Liebherr mit einer Leistung von 1.156 PS. Damit wurde sie zum leistungsstärksten serienmäßig angebotenen selbstfahrenden Feldhäcksler im Krone-Programm. In dieser Generation wurden außerdem die OptiMaxx-Kornprozessoren, das VariLOC-System zur Anpassung des Häcksellängenbereichs sowie die neuen XCollect-Vorsätze weiterentwickelt.

2022 wurde die große Baureihe um die Modelle BiG X 980 und BiG X 1080 mit Leistungen von rund 979 beziehungsweise 1.074 PS erweitert. Gleichzeitig gewannen elektronische Systeme zunehmend an Bedeutung, darunter die SmartConnect-Telematik, automatische GPS-Lenksysteme sowie NIR-Sensoren zur Analyse der Eigenschaften des Ernteguts während des Einsatzes.

2025 ergänzte der BiG X 860 das Modellprogramm. Im Gegensatz zu vielen früheren großen Modellen erhielt er einen modernen 18-Liter-Sechszylindermotor von Liebherr mit rund 846 PS. Das heutige Krone-Programm umfasst sowohl die kleineren Modelle BiG X 480 bis 630 als auch die große Baureihe BiG X 680, 780, 860, 980, 1080 und 1180, deren leistungsstärkster Vertreter weiterhin 1.156 PS erreicht.

Innerhalb von nur rund einem Vierteljahrhundert entwickelte sich der Krone BiG X vom ersten Prototyp zu einer der bekanntesten Baureihen selbstfahrender Feldhäcksler weltweit. Krone setzte dabei von Anfang an auf hohe Motorleistungen, breite Vorsätze, einen möglichst direkten Gutfluss und technische Lösungen zur Steigerung der Durchsatzleistung. Dadurch etablierte sich die Marke innerhalb kurzer Zeit unter den bedeutendsten Herstellern in diesem Marktsegment.